Es ist zu Ende mit den Schmerzen,
Du hast Frieden gefunden,
aber verlassen sind Herzen,
die Dich schmerzlich vermissen.

Es kann vor Nacht leicht anders werden;
als es am frühen Morgen war.

Es lebt ja niemand von uns für sich selbst,
und niemand stirbt für sich selbst;
wenn wir Leben, leben wir für den Herrn,
und wenn wir sterben, sterben wir für den Herrn;
wir mögen also leben oder sterben,
wir gehören dem Herrn.
von Röm. 14,7-8

Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen;
aber meine Gnade soll nicht von dir weichen,
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,
spricht der Herr dein Erbarmer.
von Jes. 54.10

Es war ein langer Abschied.
Auch, wenn wir damit rechnen mussten
und der Tod als Erlöser kam,
so schmerzt doch die Endgültigkeit.

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
bestimmte unser Leben.
Drum wird dieses eine Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
von H. Hesse

Etwas von dem, was Du uns Dein ganzes Leben lang gegeben hast,
konnten wir Dir zurück geben.
Was bleibt, ist die Erinnerung an Dich in unseren Herzen.

Fragt man das Schicksal:
Warum, warum?
Schicksal gibt keine Antwort.
Schicksal bleibt stumm.Für alle, die in Gott verbunden,
gibt es keinen Abschied.

Freund so du etwas bist,
so bleib doch ja nicht stehn,
man muss aus einem Licht fort
in das andere gehn.
Angelius Silesius, 17. Jhd.